Energiekompass 2023

Am Gebäude

Für ein energieeffizientes Zuhause

Kein Patentrezept für Sanierungen

Bei der Sanierung gibt es kein Patentrezept, denn jedes Gebäude kommt aus einer anderen Zeit, ggf. sogar aus einem anderen Jahrhundert, besitzt eine andere Baukonstruktion und andere Bauphysik. Selbst der Fachmann muss hier ganz genau hinschauen, um zu erkennen, was Sinn macht für das jeweilige Gebäude und welches Detail wie behandelt werden soll. Es braucht daher insbesondere Erfahrung und Kompetenz, um den gewünschten Erfolg zu erzielen. Daher führt für Sie kein Weg an einer Beratung vom Experten vorbei, sofern Sie die Sanierung optimal umsetzen wollen.

Beim Neubau von Beginn an Geld sparen.

Gerade bei einem Neubau stehen Ihnen noch alle Türen offen: Legen Sie Ihren Fokus von Beginn an auf Energieeffizienz. Der Staat fördert mit, und dank geringerer Nebenkosten haben sich die Investitionen bald amortisiert. Wie Sie für ein Einzel- oder auch für ein Mehrfamilienhaus von Anfang an die Energieeffizienz mitberücksichtigen können, lesen Sie im Unterpunkt "Bauen".

Das Ergebnis ob bei Sanierung oder Neubau: Weniger Kosten und mehr Behaglichkeit im eigenen Zuhause.

Heizung und Warmwasser sind das A und O

Heizung und Warmwasser sind die Energiekiller in unseren vier Wänden. Etwa 85 Prozent des Gesamtverbrauchs entfallen auf Heizung und Warmwasser, den Rest verbrauchen zusammen Waschmaschine, TV, Licht & Co. Daher stehen Sanierungen, die den Heizbedarf reduzieren an oberster Stelle. Zuallererst lohnt sich der Blick auf die Heizungsanlage, um diese zu modernisieren, denn mehr als die Hälfte der Heizungen sind älter als 25 Jahre. Das Einsparpotenzial ist enorm. Im Idealfall geschieht die Modernisiserung mit Unterstützung erneuerbarer Energien. Zudem tragen Sanierungen auch zu mehr Klimaschutz bei: Rund ein Drittel der CO₂-Emissionen in Deutschland entstehen durch Heizen und Warmwasser.

Sanierung planen

80% der Beratungskosten zahlt der Staat

Ihr erster Schritt sollte also der Weg zu einem Experten sein. Der Staat erleichtert diesen mit einem Zuschuss in Höhe von 80 % des zuwendungsfähigen Beratungshonorars, maximal 1.300 Euro bei Ein- und Zweifamilienhäusern und maximal 1.700 Euro bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten. Das bedeutet, dass Sie meist nur wenige hundert Euro aus der eigenen Tasche zahlen müssen, um große Fehler bei Ihrer Gesamtplanung zu vermeiden. Sie sparen sich damit nicht nur extrem viel Zeit und Nerven, sondern kaufen sich damit sehr günstig das notwendige Wissen ein, um zukünftig ein Vielfaches davon zu sparen. Dabei wird die Förderung nicht an den Beratenen, sondern an den Energieberater ausgezahlt. Der Berater ist jedoch verpflichtet, den Zuschuss mit seinem Beratungshonorar zu verrechnen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Was bedeutet energetische Sanierung?

Energetische Sanierung beschreibt alles, was zu Energieeinsparungen in Ihrem bestehenden Gebäude führt. Bei dieser Erklärung merkt man direkt, dass es sich um ein sehr breites Spektrum handelt. Dabei lassen sich die Maßnahmen aber zumindest noch in zwei grundsätzliche Kategorien unterscheiden.

  • Die Gebäudehülle
  • Anlagentechnik unter Einbeziehung erneuerbarer Energien

Wie bereits erwähnt, gibt es bei der Sanierung aber kein Patentrezept und es empfiehlt sich, die Beratung eines Experten hinzuzuziehen, der Ihnen die Maßnahmen zur energetischen Sanierung Ihres Wohngebäudes in Form eines individuellen Sanierungsfahrplans (iSFP) darstellen wird.

Schnell-Check

Mit Hilfe von kostenlosen Online-Tools wie diesem Effizienzklassenrechner des Bundesministeriums erhalten Sie eine erste Vorstellung über die Potenziale einer energetischen Sanierung Ihrer Heizungsanlage.

Die Verbraucherzentralen bieten gegen einen Eigenanteil von 30 Euro einen Basis-Check vor Ort. Dieser gibt einen kompakten Überblick über Ihren Strom- und Wärmeverbrauch, die Geräteausstattung, die Heizungsanlage und die Gebäudehülle sowie die möglichen Sparpotenziale, die sich durch eine energetische Sanierung ergeben. Weitere Informationen finden Sie hier.

Überblick und erste Schritte

Schieben Sie die energetische Sanierung Ihrer Immobilie nicht vor sich her. Auch wenn eine Erneuerung des Gebäudes mehrere Zehntausend Euro kostet, ist es eine Investition in Ihre Zukunft und wird perspektivisch sogar Ihren Geldbeutel entlasten und zusätzlich der Umwelt etwas Gutes tun. Eine Sanierung kann dabei durchaus in mehreren Schritten nacheinander erfolgen. Einen Überblick über diese Schritte geben wir Ihnen hier:

1. Senken Sie den Energieverbrauch in Ihrem Haus
Sie haben grundsätzlich zwei Möglichkeiten, den Energieverbrauch im Haus zu senken:

  • Durch die Vermeidung von Energieverlusten, wie zum Beispiel durch das Dämmen von Dach und Fassade
  • Durch die Reduzierung des eigenen Energiebedarfs. Dieser lässt sich schon mit wenig beeinflussen, wie zum Beispiel mit smarten Thermostaten an den Heizkörpern, einer Dämmtapete hinter der Heizung, oder einer Dämmung der Rohrleitungen zwischen Heizkessel bzw. Therme und den Heizkörpern. Viele dieser Möglichkeiten haben wir Ihnen auf diesen Seiten unter "Im Alltag" aufgezählt.

2. Energetischen Gebäudezustand checken
In der Praxis ist meist ein defektes Bauteil wie z.B. Fenster, Fassade, Dach, Keller, Heizung oder Haustechnik Anlass für eine energetische Sanierung, da sich in dem Kontext oft auch das weitere Umfeld mit angeschaut wird. Da sich eine Veränderung unmittelbar auf den energetischen Zustand des gesamten Objektes auswirkt, sollten schon im Vorfeld Fachleute hinzugezogen werden. Bei einem Modernisierungs-Check wird die derzeitige Heizenergiebilanz des Gebäudes und die Wirkung geplanter Sanierungsmaßnahmen von den Experten berechnet. Sie erfahren auch, ob Fördermittel für die Maßnahmen verfügbar sind und wie Sie diese berücksichtigen können.

3. Unabhängigen Energieberater suchen
Wenn Sie mehr anstreben als einzelne, kleinere Energiesparmaßnahmen, empfiehlt es sich, unbedingt einen unabhängigen Energieberater hinzuzuziehen, weil sich umfangreichere Maßnahmen durchaus auf die Bauphysik auswirken können. Kontakt zu den Experten erhalten Sie über Verbände oder die Expertenliste der Deutschen Energie-Agentur (dena)), welche wir Ihnen hierenergie-effizienz-experten.de verlinkt haben. Diese und weitere Beratungen werden auch gefördert. 

4. Individuelle Planung
Der aktuelle energetische Zustand Ihres Hauses ist der Ausgangspunkt für Ihren Energieberater bei der Erstellung Ihres individuellen Sanierungsfahrplans und dabei auch die Grundlage zur Prognose der zu erwartenden Kosten. Ob die Sanierung in einem Zug oder auch über mehrere Jahre umgesetzt wird, ist eine individuelle Entscheidung, bei der sich niemand hetzen lassen sollte.

5. Fördermittel vor Sanierungsbeginn beantragen
Die neue Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bündelt die bisherigen Programme zur Gebäudesanierung und Nutzung erneuerbarer Energien. Achten Sie unbedingt darauf, die Fördermittel vor Beginn der Sanierung zu beantragen. 

6. Nach der Sanierung die Wirksamkeit prüfen
Ob sich Ihr Energieverbrauch beispeilesweise um 8% oder 50% durch die Sanierungen senkt, zeigt sich endgültig erst, wenn Sie die Verbräuche davor und danach miteinander vergleichen. Bei der tatsächlichen Wirksamkeit gibt es große Schwankungen, die oft auf bauliche oder fachliche Fehler zurückzuführen sind. Daher suchen Sie diese nicht im Nachhinein, sondern lassen Sie sich von Anfang an von Experten unterstützen. Zudem ist Ihr Nutzerverhalten entscheidend, um die neuen Möglichkeiten der baulichen Maßnahmen voll auszuschöpfen.

Der individuelle Sanierungsfahrplan (iSFP)

Im iSFP erläutern die Energieberaterenden nach einer gründlichen Analyse der Ist-Situation die empfohlenen Sanierungsmaßnahmen anschaulich und übersichtlich: mit Visualisierungen und einer genauen Erläuterung der einzelnen Sanierungsschritte.

1. Das erste Beratungsgespräch
Das Kernstück des individuellen Sanierungs­fahrplan ist das Vor-Ort-Gespräch in Ihren eigenen vier Wänden. Zusammen mit einem Energie­effizienz-Experten arbeiten Sie Ihre indivi­duellen Wünsche und Bedürfnisse im Hinblick auf die Sanierung Ihres Eigen­heims heraus. Dabei können auch zusätzliche, nicht energe­tische Maßnahmen Teil des Beratungs­gesprächs sein – ob alters­gerecht umbauen, die Wohn­fläche erweitern oder den Wohn­komfort steigern.

Einen Energie­effizienz-Experten in Ihrer Nähe finden Sie in der Experten­liste für Förder­programme des Bundes bei der Deutschen Energie-Agentur (dena), die wir Ihnen hier verlinkt haben.

2. Energetischen Ist-Zustand der Immobilie erfassen
Über die Analyse des energetischen Ist-Zustands bekommen Sie einen realistischen Gesamt­eindruck vom Effizienz­niveau Ihrer Immo­bilie. Zudem erhalten Sie erste Hinweise darauf, welche Bau­komponenten sanierungs­bedürftig sind.

Hinweis: Zur besseren Veranschau­lichung wird der energe­tische Ist-Zustand Ihrer Immobilie in 7 verschiedenen Farb­klassen ausge­drückt. Dunkel­grün entspricht dem höchsten Effizienz­niveau und Dunkel­rot dem niedrigsten.

3. Sanierungsvorschläge entwickeln
Nach dem ersten Vor-Ort-Gespräch und der Ermittlung des energe­tischen Ist-Zustandes konzipiert Ihr Energie­effizienz-Experte nun für Sie einzelne Maßnahmen­pakete mit konkreten Sanierungs­maßnahmen.

Bei einer schrittweisen Sanierung können insge­samt 2 bis maximal 5 solcher aufeinander aufbauenden Maßnahmen­pakete gebildet werden – mit je bis zu 5 Sanierungs­komponenten. Zusätzlich erhalten Sie Informationen über die zeit­liche Reihenfolge sowie die Höhe der Kosten der jeweiligen Effizienz­maßnahmen.

Vorsicht bei der Förderung: Der Individuelle Sanierungs­fahrplan ist maximal 15 Jahre gültig. Für Maßnahmen, die außer­halb dieser Frist umge­setzt werden, erhalten Sie keine Extraförderung.

4. Individuellen Sanierungs­fahrplan abstimmen und erstellen
Sofern bei Ihrer Immobilie mehrere unter­schiedliche Sanierungs­fahr­pläne in Frage kommen, können Sie sich nun für ein konkretes Vorgehen entscheiden und anschließend erstellt der Energie­effizienz-Experte Ihren individuellen Sanierungs­fahrplan.

5. Abschluss­gespräch führen
Nach der detaillierten Ausarbeitung des individuellen Sanierungs­fahr­plans erfolgt eine erneute Besprechung der finalen Ergebnisse mit Ihrem Energie­effizienz-Experten.

Am Ende der Beratung erhalten Sie folgende Dokumente:

  • „Mein Sanierungsfahrplan“ – mit über­sicht­lichen Informationen zum Ist-Zustand des Gebäudes und den geplanten Sanierungsschritten
  • „Umsetzungshilfe für meine Maßnahmen“ – mit detaillierten Informationen zu den einzelnen Sanierungs­schritten inkl. der jeweiligen Effizienzmaßnahmen

Nicht vergessen! Für die Erstellung des individuellen Sanierungs­fahr­plans können Sie ebenfalls eine Förderung erhalten und 80 % der Beratungskosten sparen. Dafür beantragt Ihr Energie­effizienz-Experte beantragt den vorge­sehenen Zuschuss selbst beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhr­kontrolle (BAFA) und Sie müssen nichts weiter zu tun.

6. Umsetzen und sanieren
Bevor die Umsetzung der Maßnahmen aus Ihrem individuellen Sanierungs­fahr­plan beginnen, stellen Sie einen Zuschuss­antrag bei der KfW oder beim BAFA bzw. einen Kredit­antrag bei der KfW. Der Energie­effizienz-Experte bestätigt im Rahmen der „Bestätigung zum Antrag“ (BzA), dass Sie die jeweilige Maßnahme entsprechend Ihres individuellen Sanierungs­fahr­plans umsetzen. Dann erhalten Sie nach korrekter Umsetzung der Maßnahmen auto­matisch einen Extra-(Tilgungs-)­Zuschuss in Höhe von 5 Prozentpunkten.

Noch einmal Vorsicht: Eine zusätzliche, nicht im iSFP aufgeführte Maßnahme kann nicht mit dem iSFP-Bonus gefördert werden. Hier wäre ein gesonderter Antrag ohne iSFP-Bonus zu stellen.

Die Verbraucherzentrale hat hier weitere Informationen zum iSFP.

Sanierung umsetzen

Wir betrachten nachfolgend das Gebäude von oben nach unten und beginnen daher mit dem Dach.

Wir beginnen unsere Betrachtung mit dem Dach. Das ist auch am sinnvollsten, denn dort geht in der Regel am meisten Energie verloren. Beim Dach sind folgende Bereiche relevant, um Energie zu sparen bzw. ein Konzept zu erstellen. Denn grundsätzlich muss

  • Dachfenster
  • Durchdringung der Dachfläche
  • Wie sind Kamine usw. angebunden und isoliert
  • Dachfläche an sich
  • Wie sind die Sparrenfelder gedämmt oder gibt es eine Aufdachdämmung auf den Sparren, um Energie zu sparen?

Denn der Dachabschnitt ist auch isoliert betrachtet am besten zu sanieren.

• Beim Dach geht es immer los, denn da geht in der Regel am meisten Energie verloren und dieser Dachabschnitt ist auch isoliert betrachtet am besten zu sanieren.

Fassade

  • Fenster
  • Kellerdecke

  • „Perimeterdämmung“

  • Kellerboden dämmen

Nicht alle (Dämm-) Maßnahmen können miteinander kombiniert werden und daher müssen Sie sehr aufpassen, dass Sie nicht Veränderungen umsetzen, die Sie später an einer weiteren Sanierung hindern. Ein Klassisches Beispiel: Es werden erst neue Fenster eingebaut und anschließend soll die Fassade saniert werden. Das führt dazu, dass später der Platz für die Dämmungen in den Leitungen der Fenster fehlt. Also fangen Sie nicht mit einer vorschnellen Sanierung der Fenster an, sondern entwickeln Sie mit Expertenhilfe einen genauen Plan, wohin sich Ihr Gebäude energetisch entwickeln soll.

Heizung und Warmwasser sind die Energiekiller in unseren vier Wänden. Etwa 85 Prozent des Gesamtverbrauchs entfallen auf Heizung und Warmwasser, den Rest verbrauchen zusammen Waschmaschine, TV, Licht & Co. Daher stehen Sanierungen, die den Heizbedarf reduzieren an oberster Stelle. Zuallererst lohnt sich der Blick auf die Heizungsanlage, um diese zu modernisieren, denn mehr als die Hälfte der Heizungen sind älter als 25 Jahre. Das Einsparpotenzial ist enorm. Im Idealfall geschieht die Modernisiserung mit Unterstützung erneuerbarer Energien. Zudem tragen Sanierungen auch zu mehr Klimaschutz bei: Rund ein Drittel der CO₂-Emissionen in Deutschland entstehen durch Heizen und Warmwasser.

Welche Heizungsanlage passt zu Ihnen?

Was macht Sinn? Solarthermie oder Photovoltaik und Wärmepumpentechnik. Dafür braucht es genaue Wärmebedarfberechnungen, um zu ermitteln, wie viel Energie braucht Ihr Haus, um diese Anlagen entsprechend richtig zu dimensionieren und natürlich auch, um zu errechnen, wie sich die Veränderungen wirtschaftlich auswirken. Gibt es Amortisationszeiten, die noch in Ihrem persönlichen Horizont liegen oder amortisiert es sich erst viel später oder nie und wollen Sie diese Investition trotzdem tätigen – in jedem Fall benötigen Sie die Zahlen als Grundlage für Ihre Entscheidungen. Diese Berechnung kann nur ein Fachmann für Sie erstellen, damit alles Hand und Fuß hat.

Kontrollierte Lüftungsanlage

Eine Kontrollierte Lüftungsanlage ist heute im Neubaubereich Standard und auch oft im Sanierungsbereich möglich. Das Gebäude wird dabei mit der Lüftungsanlage versehen. Dabei wird die warme Luft aus dem Gebäude entnommen und nicht einfach in die Umwelt geblasen. Man entzieht dieser warmen Luft dabei noch einmal die Wärme und heizt mit der entzogenen Wärme noch einmal die Frischluft auf, die in das Gebäude geblasen wird. Das ist mit Hilfe eines Wärmetauschers möglich. Die entsprechenden Luftschichten berühren sich dabei nicht. Das ist sehr wirtschaftlich und spart damit viel Energie.

Nutzerverhalten ist weiter entscheidend

Neben dem technischen und baukonstruktiven Bereichen ist grundsätzlich und auch nach einer Sanierung das Nutzerverhalten entscheidend.

Ein Beispiel: Wenn in einem Haus aus den 50er Jahren gewohnt wird, ist es oft Alltag, dass es entsprechend durchzieht. So werden dort seit Jahrzehnten in der Küche oder auch grundsätzlich morgens die Fenster aufgerissen und diese manchmal auch erst abends wieder geschlossen. Ändert sich dieses Nutzerverhalten und ständige aktive Belüftung nicht, obwohl z. B. im Zuge einer energetischen Sanierung eine Lüftungsanalge installiert wurde, dann ist es oft enttäuschend, wie wenig Energie auch nach einer Sanierung gespart wird.

Es braucht also einen Fachmann zur Beratung UND einen Bewohner, der bereit ist, seine Gewohnheiten umzustellen.

Weiterführende Links:

Ab wann eine Wärmepumpe sinnvoll ist

Ab 25.000 Kilowattstunden Verbrauch pro Jahr sollten Sie handeln.

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Sanierung überprüfen

Neubau

Weit hinten, hinter den Wortbergen, fern der Länder Vokalien und Konsonantien leben die Blindtexte. Abgeschieden wohnen sie in Buchstabhausen an der Küste des Semantik, eines großen Sprachozeans. Ein kleines Bächlein namens Duden fließt durch ihren Ort und versorgt sie mit den nötigen Regelialien. Es ist ein paradiesmatisches Land, in dem einem gebratene Satzteile in den Mund fliegen. Nicht einmal von der allmächtigen Interpunktion werden die Blindtexte beherrscht – ein geradezu unorthographisches Leben. Eines Tages aber beschloß eine kleine Zeile Blindtext, ihr Name war Lorem Ipsum, hinaus zu gehen in die weite Grammatik. Der große Oxmox riet ihr davon ab, da es dort wimmele von bösen Kommata, wilden Fragezeichen und hinterhältigen Semikoli, doch das Blindtextchen ließ sich nicht beirren. Es packte seine sieben Versalien, schob sich sein Initial in den Gürtel und machte sich auf den Weg. Als es die ersten Hügel des Kursivgebirges erklommen hatte, warf es einen letzten Blick zurück auf die Skyline seiner Heimatstadt Buchstabhausen, die Headline von Alphabetdorf und die Subline seiner eigenen Straße, der Zeilengasse.

Heizung

Heizung und Warmwasser sind die Energiekiller in unseren vier Wänden. Etwa 85 Prozent des Gesamtverbrauchs entfallen auf Heizung und Warmwasser, den Rest verbrauchen zusammen Waschmaschine, TV, Licht & Co. Daher stehen Sanierungen, die den Heizbedarf reduzieren an oberster Stelle. Zuallererst lohnt sich der Blick auf die Heizungsanlage, um diese zu modernisieren, denn mehr als die Hälfte der Heizungen sind älter als 25 Jahre. Das Einsparpotenzial ist enorm. Im Idealfall geschieht die Modernisiserung mit Unterstützung erneuerbarer Energien. Zudem tragen Sanierungen auch zu mehr Klimaschutz bei: Rund ein Drittel der CO₂-Emissionen in Deutschland entstehen durch Heizen und Warmwasser.

Was macht Sinn? Solarthermie oder Photovoltaik und Wärmepumpentechnik. Dafür braucht es genaue Wärmebedarfberechnungen, um zu ermitteln, wie viel Energie braucht Ihr Haus, um diese Anlagen entsprechend richtig zu dimensionieren und natürlich auch, um zu errechnen, wie sich die Veränderungen wirtschaftlich auswirken. Gibt es Amortisationszeiten, die noch in Ihrem persönlichen Horizont liegen oder amortisiert es sich erst viel später oder nie und wollen Sie diese Investition trotzdem tätigen – in jedem Fall benötigen Sie die Zahlen als Grundlage für Ihre Entscheidungen. Diese Berechnung kann nur ein Fachmann für Sie erstellen, damit alles Hand und Fuß hat.

Ob Wärmepumpe, Solarthermie oder eine Pelletheizung: Eine Heizungsmodernisierung muss richtig geplant werden. Diese Tipps helfen Ihnen bei der Umsetzung.

Das Wichtigste in Kürze:
Ein Heizungstausch sollte frühzeitig geplant werden: bevor die Heizung kaputt geht!
Wichtiger Schritt: Den Zustand der alten Heizung bewerten. Durch Fördergelder lohnt sich ein Austausch auch früher.
Die richtige Heizung aussuchen: Das geht sowohl nach ökologischen als auch ökonomischen Kriterien. In jedem Fall sollten Sie gut überlegen, planen, und sich beraten lassen, da Sie sich für etwa 20 Jahre festlegen.

Heizung austauschen – in 5 Schritten richtig planen

Alte Heizkessel arbeiten meist ineffizient und verbrauchen häufig viel Brennstoff. Eine Heizungsmodernisierung ist daher ökologisch und ökonomisch sinnvoll – in manchen Fällen sogar gesetzlich vorgeschrieben! Außerdem steigt mit dem Alter der Heizung auch das Risiko einer Störung oder eines kompletten Ausfalls.
Es gibt also gute Gründe für eine Heizungssanierung. Damit einem reibungslosen Heizungsaustausch nichts im Wege steht, hier unsere Tipps:

1. Ausgangssituation betrachten: Die Heizungsanlage überprüfen (lassen)
Ist ein Austausch Ihrer Heizung notwendig? Eine erste Analyse Ihres Heizkessels kann hilfreich sein. Stellen Sie sich hierzu folgende Fragen:
Ist Ihre Heizung älter als 15 Jahre?
Heizen Sie noch mit einem Heizwertkessel, z.B. einem Konstanttemperatur-Heizkessel?
Heizen Sie noch mit Öl oder Gas?
Ist Ihr Jahresverbrauch gestiegen?
Fehlt eine witterungs- oder zeitgeführte Heizungsregelung?
Ist Ihr Heizungsraum wärmer als 22 Grad?
Gibt es keine Ersatzteile mehr für Ihr Modell?
Informationen zu diesen Fragen finden Sie in Ihrem Schornsteinfegerprotokoll, dem Typenschild auf dem Heizkessel und der Abrechnung Ihrer Gas- oder Brennstofflieferung.
Wenn Sie mindestens eine dieser Fragen mit "Ja" beantworten müssen, kann ein Austausch Ihrer Heizung sinnvoll sein und sollte geplant werden. Denn je schlechter der Zustand Ihrer Heizung ist, desto mehr lohnt es sich auch finanziell für Sie: die hohen Investitionskosten zahlen sich durch geringere Verbrauchskosten meist aus und Sie sparen sich weitere mögliche Wartungs- und Reparaturkosten. Zudem bieten Länder und der Bund gerade attraktive Förderungen im Bereich Heizungssanierung.
Häufig ist auch nach einer Gebäudemodernisierung die Heizleistung des alten Heizkessels zu groß. Lässt sich diese dann nicht anpassen, so verursacht der Kessel höhere Energieverluste und einen schnelleren Verschleiß. Spätestens dann sollten Sie mit der Planung für eine neue Heiztechnik beginnen und in Zeiten der Energiewende nachhaltige Energietechniken in den Blick nehmen.

Lieber eine frühzeitige und geplante Heizungsmodernisierung als eine defekte Heizung, wenn Sie sie eigentlich gerade brauchen.
Möchten Sie eine Immobilie mit "alter Heizung" kaufen, sollten Sie die Heizungsmodernisierung von Beginn an in Ihr Budget mit einkalkulieren. Die "Neue" hilft Ihnen, Kohlendioxidausstoß zu reduzieren und Heizkosten zu sparen und steigert in jedem Fall den Wert Ihrer Immobilie. Bei einigen modernen Heiztechniken müssen Sie mit höheren Investitionskosten rechnen als bei einem konventionellen, fossilen Heizkessel. Klimafreundliche Heizsysteme mit Erneuerbaren Energien lohnen sich aber auf Dauer und auch dank öffentlicher Fördermittel und geringerer Zusatzabgaben für CO2-Emissionen.
Hilfe bei der Beurteilung des Zustands Ihrer Heizung kann eine unabhängige Energieberatung bieten.

2. Heizung richtig auswählen: Was ist wichtig?
Heute können Sie zwischen vielen verschiedenen Heizungssystemen und Energieträgern wählen. Die neue Heizung sollte zu Ihren Bedürfnissen passen und den jetzigen sowie zukünftigen Zustand Ihres Hauses berücksichtigen. Zudem sollten Sie im Blick haben, dass das Heizen mit fossilen Brennstoffen jedes Jahr aufgrund des CO2-Preises teurer wird und Sie beim Heizungswechsel eine Entscheidung für die nächsten 20 Jahre treffen – wir empfehlen deshalb den Wechsel zu einer Wärmepumpe.
Die wichtigsten Heizungssysteme erläutert der Ratgeber Heizung. Darin finden Sie Vor- und Nachteile, ausführliche Checklisten für die Anschaffung und viele Rechenbeispiele, die zeigen, wie wirtschaftlich ein Heizungstausch sein kann.
Bei der Planung helfen folgende Fragen:
Wollen Sie die neue Heizung nach ökonomischen oder ökologischen Gesichtspunkten auswählen?
Wie ist der Sanierungszustand Ihres Hauses? Zum Beispiel der Fenster oder Fassade? Planen Sie hierbei in nächster Zeit eine Modernisierung?
Wie ist der Zustand der Heiztechnik insgesamt, beispielsweise der Leitungen und Heizflächen?
Haben Sie über den Einsatz erneuerbarer Energien nachgedacht?
Wie können Sie Sonnenenergie – für Strom oder Wärme – einbinden?
Läuft die Versorgung mit Warmwasser über die zentrale Heizung oder separat über einen Durchlauferhitzer?
Ist eine Bohrung oder das Verlegen von Erdkollektoren für eine Wärmepumpe auf dem Grundstück möglich? Oder gibt es einen guten Aufstellort für eine Luft-Wärmepumpe?
Wenn Sie dennoch oder übergangsweise bei Ihrem bisherigen Energieträger Gas bleiben müssen, sind die Anschaffungskosten für eine neue und zumindest energieeffizientere Brennwertheizung in der Regel nicht sehr hoch. Allerdings wird der reine Austausch einer Gasheizung nicht gefördert – sondern erst, wenn erneuerbare Energien dazu kommen. Zudem wird der Energieträger Gas durch den jährlichen steigenden CO2-Preis zunehmend unattraktiver – ökonomisch wie ökologisch.
Ein Heizsystem mit erneuerbaren Energien schützt die Umwelt und macht Sie etwas unabhängiger von knapper werdenden (fossilen) Brennstoffen und den steigenden Energiepreisen von Gas und Öl. Die Investitionskosten bei einer Wärmepumpe, Holzpelletheizung oder einer zusätzlichen solarthermischen Anlage sind zwar auf den ersten Blick höher, rechnen sich aber meist durch die effiziente Bereitstellung der Wärme und die großzügigen Förderprogramme und zinsgünstigen Darlehen.
Mit der schrittweisen Umstellung der Förderprogramme des Bundes (BAFA, KfW) fällt eine Förderung heizölbasierter Systeme weg. Ein Einbau von Heizöl-Kesseln soll ab 2026 im Regelfall verboten werden. Auch für die Gasheizung kann es in der Zukunft eng werden.

3. Heizungsaustausch planen und Angebote einholen: Worauf Sie achten sollten
Haben Sie sich für ein neues Heizsystem entschieden? Holen Sie bei Ihren Heizungsfachbetrieben vor Ort mehrere individuelle Angebote ein. Vergleichen Sie die Kosten und Leistungsangebote für die neue Heizung gut und wählen Sie einen seriösen Fachbetrieb für Ihre Heizungsmodernisierung.
Folgende Fragen sollten Sie mit Ihrem Heizungsinstallateur vor dem Austausch klären, um böse Überraschungen zu vermeiden. Ein guter Betrieb sollte zu allen Fragen ausreichende Informationen geben können – ist das nicht der Fall, holen Sie weitere Angebote ein.
Wann ist ein guter Zeitpunkt für die Heizungsmodernisierung?
Wie lange müssen Sie bis zur Installation der neuen Heizung warten?
Welche Erfahrungen hat der Betrieb mit dem gewünschten Heizsystem?
Wer entsorgt die alte Heizungsanlage?

Wir empfehlen die Angebote von einer unabhängigen Energieberatung prüfen zu lassen, insbesondere bei hohen Investitionen in neue Systeme – wie etwa einer Solarthermie-Anlage oder Wärmepumpe. Die Fachleute können die geplante Dimensionierung überprüfen und Ihnen mögliche Maßnahmen zur Optimierung des Angebots und passende Förderprogramme nennen. Entsprechende Beratungsangebote gibt es zum Beispiel bei den Verbraucherzentralen.

4. Fördermittel und Zuschüsse in Anspruch nehmen
Mit dem Klimapaket und der Bundesförderung für effiziente Gebäude hat die Bundesregierung ihre Förderung für effiziente und klimafreundliche Heizungsanlagen verbessert. Die Zuschüsse des Bundes für den Heizungsaustausch werden über das BAFA abgewickelt. Aber auch Länder und Kommunen fördern weiterhin den Heizungsaustausch. Die Kombination der Förderprogramme ist teilweise möglich und kann so den Zuschuss erhöhen.
Die Förderung für Heizungen mit erneuerbaren Energien müssen Sie immer vor Abschluss des Liefer- und/oder Leistungsvertrages (z.B. bei Ihrem Installateur) beantragen.
Informieren Sie sich daher frühzeitig über mögliche Förderprogramme, die damit verbundenen Bedingungen und lassen Sie sich unabhängig beraten.

5. Heizung optimieren: Heizungspumpe, Heizkörper, Rohre und Co. aufeinander abstimmen
Die neue Heizung soll im ganzen Haus für Komfort sorgen und dabei verlässlich arbeiten. Dafür ist es wichtig, alle weiteren Heizungskomponenten unter die Lupe zu nehmen und die Heizung zu optimieren: Heizungspumpe, Heizungsrohre, Heizungsregelung, Heizkörper oder Thermostate.
Die Heizung sollte so gesteuert sein, dass sie sich nicht nur der Außentemperatur, sondern auch Ihren Bedürfnissen und persönlichen Tagesabläufen anpasst. Die meisten Heizungsanlagen sind standardmäßig "witterungsgeführt", sodass das System automatisch auf die Außentemperatur reagiert. Moderne Heizungen bieten darüber hinaus die Möglichkeit, den Kessel mit dem Internet zu verbinden und die Heizung beispielsweise über Wettervorhersagen oder eine App von unterwegs steuern zu lassen.
Dämmen Sie außerdem Ihre Heizungsrohre und Armaturen im Heizungsraum – so vermeiden Sie unnötige Wärmeverluste und sparen Heizkosten.
In den meisten Häusern arbeiten noch alte Heizungspumpen – ein Umtausch lohnt sich: Bei einer neuen, elektronisch geregelten "Hocheffizienzpumpe" sparen Sie bis zu 130 € im Jahr.
Ihre Heizkörper sind unterschiedlich warm oder die Heizung erzeugt Störungsgeräusche? Lassen Sie – durch einen Heizungsfachbetrieb – einen hydraulischen Abgleich durchführen. Dieser sorgt für eine behagliche und gleichmäßige Wärmeverteilung im ganzen Haus und Sie sparen zusätzliche Heizkosten. Außerdem sorgt der Abgleich für einen wirtschaftlich optimalen Betrieb von Brennwertkessel oder Wärmepumpe.
Und zu guter Letzt: Lassen Sie für einen dauerhaft störungsfreien Betrieb Ihre Heizung regelmäßig warten!

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