Energiekompass 2023

Mit Kindern

Natürlich gibt es keine echten Monster, die sich beispielsweise unter Betten und Kleiderschränken verstecken. Es gibt aber Energiefresser, die so hungrig sind wie die Monster aus deiner Fantasie. Diese Energiefresser-Monster verschlingen am liebsten Energie und Wasser und verstecken sich im ganzen Haus oder in der Wohnung. Hier könnt ihr die Monster finden und die Umwelt schonen.

Klickt doch mal auf die Monster oben und beobachtet, was passiert. Um sie wirklich zu vertreiben, solltet ihr aber die Checkliste unten anschauen.

Wo lauern die Energiefresser-Monster?

Am liebsten sitzen die Energiefresser-Monster in technischen Geräten und fressen sogar dann Strom, wenn sich deine Hörspiel-Box oder dein Tablet im Stand-By-Modus befinden und in der Steckdose stecken. Dabei müssen sie gar nicht angeschaltet sein, es reicht, dass du sie jederzeit auf Knopfdruck oder mit Hilfe einer Fernbedienung in den Aktivmodus versetzen kannst.

Du erkennst den Stand-By-Modus, der weiterhin Strom verbraucht daran, dass ein rotes Lämpchen am Gerät leuchtet. Daher schalte alle Geräte immer am besten komplett aus oder ziehe den Stecker.

Ein Festessen für die Energiefresser-Monster sind die Heizkörper in deinem Zimmer. Daher achte darauf, dass du sie nur dann anschaltest, wenn du sie auch wirklich benötigst. Tagsüber ist es z. B. ausreichend, wenn der Heizungsknopf auf Stufe 2 oder 3 steht und nachts ausgeschaltet ist. Frag doch einfach mal deine Eltern und dann könnt ihr auch gleich mit unseren "Spickzetteln" dafür sorgen, dass du deine guten Vorsätze auch wirklich umsetzt. Das Ausmalen unserer Monster-Schildchen wird dir bestimmt Spaß machen und wenn du magst, malst du dir sogar noch deine eigenen "Monster-Schilder".

Und wenn es im Kinderzimmer etwas kühler wird, zieh dir lieber eine dünne Jacke oder Pullover über das T-Shirt, anstatt die Heizung aufzudrehen. Die ideale Raumtemperatur liegt übrigens bei 18 bis 21 Grad Celsius.

Wer von euch saß schon einmal im Wohnzimmer vorm Fernseher und obwohl draußen die Sonne schien, waren die Lampen eingeschaltet? Vielleicht lief hattet ihr dabei sogar Kopfhörer auf und habt gar nicht mitbekommen, dass im Hintergrund noch das Radio oder ein Hörspiel liefen.

So etwas ist für die Energiefresser-Monster wie Weihnachten und Geburtstag an einem Tag zu haben. Mehr Geschenke kann es für sie nicht geben, denn wenn ihr alle Geräte gleichzeitig laufen lasst, können sie sich so richtig voll futtern. Für die Umwelt ist das richtig blöd. Also denkt auch im Wohnzimmer daran, alle Geräte auszuschalten, die gerade nicht gebraucht werden und immer das Licht auszumachen, wenn die Sonne ins Zimmer scheint.

Energiefresser-Monster sind übrigens richtige Wasserratten und lieben es daher, in deinem Badezimmer zu planschen. Je mehr Wasser durch deinen Wasserhahn fließt, desto mehr Wasser bekommen die Energiefresser-Monster zu trinken. Um die Monster aus dem Badezimmer zu vertrieben, solltest du daher den Wasserhahn nicht zum Spielen immer wieder auf und zudrehen oder diesen grundsätzlich laufen lassen - gerade beim Zähneputzen vergessen das viele. Und auch die Toilettenspülung nur dann betätigen, wenn es nötig ist und nicht zum Spass.

Wenn du die Monster jetzt ganz aus dem Badezimmer vertreiben willst, dann gehe grundsätzlich lieber kurz unter die Dusche anstatt in die Badewanne, denn so verbrauchst du nur halb so viel Wasser.

Und im Badezimmer gilt natürlich ebenso wie in deinem Wohn- und Kinderzimmer, dass du vor allem das Licht aber auch die Heizkörper nur dann nutzt, wenn es notwendig ist.

Ja, auch in der Küche finden die Energiefresser-Monster reichlich zum Futtern, weil sie sich in jedem Raum bei dir Zuhause Zuhause wohlfühlen und die Küche mögen sie ganz besonders gerne. Sie freuen sich besonders, wenn du mit deinen Eltern kochst. Wenn ihr dabei die Töpfe sogar ohne Deckel benutzt, können sie sich wieder richtig satt essen, denn dabei geht besonders viel Energie in die Luft verloren. Also immer "Deckel auf den Topf" und damit Energie sparen und die Umwelt schonen. Wer Zuhause fünf Mal pro Woche mit geschlossenem Topf kocht, kann so bis zu 150 kWh Strom im Jahr sparen.

Und jetzt eine kleine Matheaufgabe für dich und deine Eltern: Mit 1 kWh kannst du eine Energiesparlampe bis zu 90 Stunden leuchten lassen. Wie viele Stunden könnte diese Lampe mit den 150 kWh leuchten, die du mit dem Deckel auf dem Kochtopf beim Kochen sparen kannst. Das ist ganz schön lange oder? Und wenn ihr das jetzt auch noch in Jahre umrechnet, dann hast du in den eineinhalb Jahren ja sogar mindestens einmal Geburtstag und feierst in dieser Zeit sowohl Ostern und Weihnachten und die Lampe leuchtet noch immer.

Und auch hier denkt bitte daran, das Licht und die Heizkörper nur dann zu nutzen, wenn es notwendig ist.

"In der Küche" bzw. sogar "beim Essen" lässt sich Energie sparen, wenn ihr heimische Produkte bevorzugt. Also besser Äpfel oder Birnen aus regionalem Anbau essen als Kiwi oder Granatapfelkerne aus Übersee, denn das spart lange und energieaufwändige Transportwege.

Was machst du im Sommer am liebsten im Garten? Klar, wenn es schön warm ist, dann gibt es nichts Schöneres als eine ordentliche Wasserschlacht im Planschbecken oder andere Wasserspiele. Und sogar hier lauern die kleinen Energiefresser-Monster. Damit sie sich nicht schon wieder kugelrund fressen können, befüllt euer Planschbecken nur etwa zur Hälfte mit Wasser und wechselt es erst dann aus, wenn es schmutzig ist. Danach eignet es sich übrigens noch bestens zum Gießen eurer Pflanzen und Kräuter im Garten oder auf dem Balkon.

Und noch ein Tipp: Wer kleine kleine Eimer aufstellt, um das Regenwasser aufzufangen, handelt besonders nachhaltig, spart Trinkwasser ein und erfreut zugleich die Umwelt.

So könnt ihr die Monster vertreiben

Sich (gegenseitig) erinnern

Wie kannst du dir die ganzen Tipps denn eigentlich am besten merken und vor allem auch daran denken, wenn du gerade ganz schnell durchs Haus flitzt oder von einem Spiel zum nächsten Abenteuer startest? Am besten geht das, indem du dir kleine "Spickzettel" machst, die dich so lange daran erinnern, bis du ganz automatisch das Licht abschaltest oder den Wasserhahn nicht laufen lässt, wenn es unnötig ist. Erstelle dir jetzt einfach deine eigenen Spickzettel, die dir beim Vertreiben der Energiefresser-Monster helfen werden und klebe sie dorthin, wo die Monster lauern. Wenn Kinder und Erwachsene das zusammen umsetzen, motiviert das gegenseitig und macht zusätzlich gemeinsame Freude.

Eltern helfen Kindern

Relevanz für Kinder

Nicht nur unsere kleinen Monster haben ständig Hunger nach Energie und sollen dabei helfen, den Kindern das Energiesparen zu veranschaulichen. Die Welt hat einen enormen Hunger nach Energie und Schätzungen zufolge soll die globale Nachfrage bis zum Jahr 2035 um weitere 30% ansteigen. Daher ist es wichtig, Energie sparsam zu verwenden und je jünger man das lernt, desto besser. Helfen Sie Ihren Kindern dabei!

Erklären und veranschaulichen

Was ist Energie überhaupt? Für viele und ganz besonders jüngere Kinder sind die Dinge, um die es beim Thema Energie und Energiesparen geht erst einmal abstrakte Begriffe, denn Energie lässt sich weder anfassen noch sehen. Trotzdem ist Energie für unseren Alltag lebenswichtig.

Allerdings sind spätestens durch die Schülerstreikbewegung „Fridays for future“ Themen wie Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Ökologie bei vielen Schulkindern konkrete Lebenswirklichkeit geworden und dazu gehört auch ein bewusster Umgang mit Energie.

Es hilft, wenn Eltern ihren Kindern erklären, dass Strom nicht einfach so aus der Steckdose kommt, sondern zuvor aus Kohle, Öl, Gas, Wind, Wasser oder Sonnenwärme erzeugt werden muss. Auch das Bewusstsein darüber, dass die Heizung nur dann heiß wird, wenn zuvor z.B. durch das Verbrennen von Kraft- oder Brennstoffen Wärme erzeugt wurde, macht den Kindern verständlich, dass für uns Menschen nicht unbegrenzt Energie vorhanden ist und daher ein sparsamer Umgang damit enorm wichtig.

Machen Sie Energie sichtbar

Um den Kindern zu veranschaulichen, dass jedes Elektrogerät zwar Strom verbraucht, dies jedoch nicht in derselben Menge, hilft die Nutzung eines Strommessgerätes. Schließen Sie das Strommessgerät zusammen mit Ihrem Kind an verschiedene Elektrogeräte an und beobachten Sie die Unterschiede. Es wird schnell ersichtlich, welche Geräte energieeffizient sind und welche nicht.

Eine weitere Möglichkeit der Visualisierung des Stromverbrauchs ist das gemeinsame Betrachten des Strom- oder Gaszählers. Dabei sehen die Kinder mit eigenen Augen, dass im Haushalt beinahe non-stop Energie verbraucht wird. Diese Erfahrung trägt zum kindlichen Verständnis bei.

Darüber hinaus gibt es für Kinder inzwischen viel Literatur und weitere Angebote rund um das Thema Energiesparen. Einen musikalischen Zugang eröffnet dabei z.B. das Klima-Musicals „Eisbär, Dr. Ping und die Freunde der Erde“. Das Stück soll insbesondere Kindern unter zehn Jahren das Thema Klimaschutz und ressourcenschonendes Leben nahe bringen. Hier geht es auf die Webseite und eine Aufführung des Musicals ist in diesem Video zu sehen.

Positive Folgen

Sobald ein Kind verstanden hat, was Energie tatsächlich ist, wird auch viel verständlicher, warum Energiesparen sinnvoll und notwendig ist. Es wird deutlich, dass wer weniger Energie verbraucht, auch weniger klimaschädliche Emissionen verursacht und damit den Klimawandel verlangsamt. Unser aller Ziel muss es sein, möglichst sorgsam mit Energie umzugehen und auf diese Weise das ökologische Umfeld zu erhalten, damit wir alle und insbesondere unsere Kinder und deren Kinder noch möglichst lange leben können.

Ein geringerer Energiebedarf wirkt sich natürlich auch auf die Ausbeutung natürlicher Ressourcen wie Gas, Öl und Kohle aus, der dadurch langsamer voranschreitet. Und ganz unmittelbar profitiert natürlich auch das eigene Familienbudget von energiesparendem Verhalten, da weniger Kosten für Energie anfallen.

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